Blick vom Weingarten auf den Markt Ligist | © Rainer M. Fürstaller

Schilchermarkt

Schilchermarkt

Bereits die Kelten, die sich ca. im 3. Jh. V. Chr. in der Weststeiermark ansiedelten, beschäftigten sich mit dem Weinbau. Sie setzten auch den Grundstein für den heutigen Schilcher, als sie aus einer heimischen Wildrebe die, heute für die Region so typische, Rebe Blauer Wildbacher zogen. 


1664 machte dann Wolf Rudolf von Saurau den Schilcher salonfähig, als er die ersten Schilcherkulturen in Form von 4000 Stöcken nach Ligist brachte. So wurde auch der Ligister Schlosskeller, der sich ebenfalls im Besitz der Herren von Saurau befand, anno dazumal zum Lagern der Weine der Herrschaft genutzt. Dies wiederum führte Beginn des 20. Jahrhunderts zur Entstehung des „Ligister Herrschaftsschilchers“. In Gedenken an diese Zeit haben sich heute vier Ligister Weinbauern zusammengeschlossen und den „Ligister Marktschilcher“ kreiert.

Weinbau spielte in Ligist und der gesamten Weststeiermark schon früh eine große Rolle und der Schilcher selbst zählt zu den ältesten österreichischen Roséweinen. Um den Schilcher weit über die Grenzen der Weststeiermark bekannt zu machen wurde 1970 der erste „Schilchermarkt“ in Ligist abgehalten. Initiator Gernot Kürzl hatte mit der Veranstaltung einen ganz klaren Hintergedanken, nämlich dem Schilcher die Anerkennung zu verpassen, die dieser in Geschmack und Farbe einzigartige Wein, auch verdiente.

Im Zuge dessen wurde auch die Schilcherstraße errichtet, die noch heute alle Schilcheranbaugebiete in der Weststeiermark von Ligist über Stainz und Deutschlandsberg bis nach Eibiswald miteinander verbindet. Der Schilchermarkt Ligist liegt am Beginn eben dieser famosen Schilcherweinstraße und bietet sich daher als idealer Ausgangspunkt an, um sich auf die Reise des Schilchers zu begeben.