Innenraum des Hammerwerkes Roob | © Rainer M. Fürstaller

Hammerwerk Roob

Kulturdenkmal und Steirisches Wahrzeichen

Während 1972 der letzte Hammer verstummte, gilt das Hammerwerk Roob in Ligist noch heute als anschauliches Denkmal einer ehrwürdigen Zeit. Daher wurde, das im Privatbesitz befindliche Hammerwerk Roob, 2011 unter Denkmalschutz gestellt und 2015 sogar als „Steirisches Wahrzeichen“ ausgezeichnet. Wenn man die alte Hammerschmiede heute betritt, fühlt man sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt. Fast so, als ob seit dem Tag, als der letzte Hammer geschwungen wurde, sich nichts verändert hätte.


Alles begann um 1600, als entlang des Ligistbaches gleich sieben Hammerwerke errichtet wurden. Die Kraft des Wassers trieb die großen, hölzernen Räder, die wiederum die schweren Hämmer in Bewegung setzten. Das glühende Eisen, welches unter diesen Hämmern landete, wurde zu den unterschiedlichsten Werkzeugen verarbeitet. Erst 1772 erfolgte die erste urkundliche Nennung des „Schmiedkarlhammers“. Daraus resultierend, zieren noch heute zwei gekreuzte Hämmer das Ligister Wappen und erinnern an die Zeit der Hammerschmiede. Von den insgesamt sieben Hammerwerken ist heute nur mehr das Hammerwerk Roob, welches 1952 von Familie Roob erworben wurde und bis 1972 in Betrieb war, übrig.

Dem tatkräftigen Engagement von Julia Ehrlich-Roob ist es zu verdanken, dass das Hammerwerk Roob als Andenken an ihren Großvater, dem letzten Hammerherren seiner Zeit, erhalten blieb und heute der Bevölkerung offen steht. Ausgewählte Veranstaltungen, wie Benefizabende mit Künstlern oder der "Tag des Denkmals" finden hier statt. Das Hammerwerk Roob wurde übrigens bereits zweimal vom Bundesdenkmalamt (2015 und 2017) dafür ausgewählt. Aber auch geführte Besichtigungen und Schmiedevorführungen werden im Hammerwerk in Ligist abgehalten. Auf Anfrage kann man dieses einzigartige Kulturdenkmal besichtigen und auf Wunsch wird ein Schmied organisiert. Lebendige Geschichte erleben! Dann, wenn in den mächtigen Essen das Feuer glüht und an den Hämmern und Ambossen wieder geschmiedet wird.